Caritas Aschaffenburg

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Aufgrund einer Leitungsstörung im Martinushaus Aschaffenburg ist auch der Caritasverband Aschaffenburg derzeit nicht per Telefon zu erreichen.

Eine Kontaktaufnahme ist weiterhin per Mail möglich:

  • Geschäftsstelle, ASBD und Flüchtlings- und Integrationsberatung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Suchtberatung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern (Stadt Aschaffenburg): Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern (Landkreis Aschaffenburg): Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
  • EUTB: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Auch die Onlineberatung kann weiterhin genutzt werden.

Alle Beratungsdienste und Kontakte finden Sie auch hier.

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Wir brauchen Ihre Unterstützung! Zurzeit läuft eine Abstimmung im Netz, welches Projekt von 57Wasser eine Spende bekommt. Die Krisenkompass-App der Telefonseelsorge kann auch gewählt werden.

Geben Sie der Krisenkompass-App Ihre Stimme unter https://www.57wasser.de/Abstimmung/57wasser_poll.php.

Denn diese App kann Leben retten!

 

Zum Hintergrund und zur App:

"Der KrisenKompass ist eine App, die dank ihrer Funktionsweise eine Art Notfallkoffer für Krisensituationen darstellt. Mit verschiedenen Funktionsweisen wie Tagebuchfunktion und persönlichen Archiven, um positive Gedanken oder beispielsweise Fotos, Erinnerungen oder Lieder zu speichern, kann ein ganz persönliches Rüstzeug für schlechte Momente gepackt werden. Darüber hinaus gibt es Materialien, die in Krisensituationen hilfreich sind, Hinweise zu beruhigenden Techniken, sowie direkte Kontaktmöglichkeiten zur TelefonSeelsorge® und anderen professionellen Anlaufstellen. Das Angebot des KrisenKompasses ist als App jederzeit in Griffweite auf dem Handy und damit immer dabei, wenn es nötig wird."
https://www.telefonseelsorge.de/krisenkompass/

Infos auch unter: https://krisen-kompass.app/

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Die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern für den Landkreis Aschaffenburg bietet ab Herbst 2021 ein neues Gruppenangebot für Kinder aus Trennungs-/Scheidungsfamilien.

Wenn Eltern sich trennen, erleben Kinder große Verunsicherung und Verwirrung. Das Angebot soll Kinder in den verschiedenen Phasen der Trennungverarbeitung begleiten und so zum Verständnis und zur Bewältigung dieser Situation beitragen.

Anmeldungen werden über das Sekretariat der Beratungsstelle entgegengenommen.

Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern für die Stadt Aschaffenburg
Treibgasse 26 (Martinushaus)
63739 Aschaffenburg
Telefon (06021) 392-220
Fax (06021) 392-221
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet www.caritas-aschaffenburg.de 

Hier finden Sie die Ausschreibung zum Gruppenangebot:
pdfFlyer_Präventionsgruppe_für_Kinder_aus_Trennungs-_Scheidungsfamilien.pdf

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Berlin, 9. September 2021. Für junge Wohnungslose zwischen 18 und 27 Jahren ist es sehr schwer, adäquate Unterstützung zu finden: Sie fallen oft durchs Raster der gesetzlich vorgesehenen Hilfen. Gleichzeitig gibt es eine gleichbleibend hohe Zahl von jungen Menschen, die wohnungslos sind, stellt die Caritas anlässlich des Tags der Wohnungslosen am 11. September fest. Junge Menschen machen je nach Region und Schätzung bis zu einem Fünftel aller Wohnungslosen aus. Laut Deutschem Jugendinstitut sind 37.000 Menschen unter 27 Jahren ohne festen Wohnsitz.
„Es ist dramatisch, wenn junge Erwachsene ohne Wohnung oder in einer prekären Wohnsituation sind“, so Caritas-Präsident Peter Neher. „Diese Menschen müssen wir auffangen. Aber gerade die 18- bis 27-Jährigen erfahren zu wenig Unterstützung: Oft stecken sie in einem Bermudadreieck der Hilfesysteme – Jugendhilfe, Wohnungslosenhilfe, Sozialhilfe – und bleiben auf der Strecke. Das darf nicht sein.“

Gesetzliche Kooperationspflicht

Junge Menschen dürfen nicht in Angeboten landen, die für sie nicht passend sind – sie brauchen individuelle, altersspezifische Unterstützung etwa mit Beratung und einer Unterbringung, die ihre Bedarfe abdeckt.
„Wir fordern alle zuständigen Stellen auf – die Kommunen, die Länder, die verschiedenen zuständigen Hilfssysteme – intensiv zusammenzuarbeiten, um die Lücke bei der Unterstützung junger Wohnungsloser zu schließen. Wir setzen uns für eine gesetzliche Kooperationspflicht aller Ebenen für Menschen bis 27 Jahren ein“, erklärt Ulrike Kostka, Caritas-Direktorin im Erzbistum Berlin und Vorsitzende der Katholischen Arbeitsgemeinschaft der Wohnungslosenhilfe (KAG W).
Die Caritas fordert auch den Aufbau eines ausreichenden Angebots an angemessenen Notfall- und Notschlafstellen für wohnungslose Menschen unter 27 Jahren mit sozialpädagogischer Begleitung sowie die schnellstmögliche Vermittlung in Wohnraum, in dem sie bleiben können.

Mehr bezahlbarer Wohnraum

„So spezifisch die Problematik junger Wohnungslosen ist: Sie zeugt auch vom Mangel an bezahlbarem Wohnraum, den es mittlerweile in Deutschland gibt. Mehr Wohnungen, die sich Menschen mit geringen Einkommen leisten können, sind ein wichtiger Schlüssel. Ich hoffe, dass diese Botschaft auch bei der Politik ankommt“, so der Caritas-Präsident.
Die Caritas setzt sich für eine bessere Förderung von gemeinwohlorientierten Akteuren wie Wohnungsgenossenschaften ein, welche langfristig sozial gebundene Wohnungen bauen.

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Online-Suizidpräventionsberatung für Jugendliche immer stärker gefragt

[U25]-Nachrichten-Aufkommen ist um 25 Prozent gestiegen

Berlin/Aschaffenburg 10. September 2021. Rechtzeitig Reden – das ist gerade jetzt nach Corona umso wichtiger. Das zeigt aktuell die hohe Nachfrage an das Beratungsangebot der [U25]-Online-Suizidprävention. Im zweiten Lockdown haben junge Menschen 25 Prozent mehr Nachrichten über das Portal ausgetauscht als im Vergleichszeitraum in den Vorjahren.
Die Motive der Hilfesuchenden sind verschieden: von psychischen Erkrankungen, über Zukunftsangst, Mobbing, bis hin zu Schul- und Beziehungsschwierigkeiten. „Das Thema Suizid muss aus der Tabuzone. Die Hemmschwelle für junge Menschen mit suizidalen Gedanken ist hoch, eine Beratungsstelle in ihrer Region aufzusuchen. Deshalb ist die Online-Beratung für junge Ratsuchende eine große Chance, sich anonym, online und kostenlos Hilfe zu holen“, sagt Caritas-Präsident Peter Neher anlässlich des Welttages der Suizidprävention am 10. September.

30.000 Nachrichten bei [U25]

Aktuell kümmern sich bei der Online-Beratung [U25]–Suizidprävention rund 290 ehrenamtliche Peer-Berater_innen an zehn Standorten in Deutschland um die Anfragen. 1500 Menschen suchten im Jahr 2020 Rat und in 2021 (bis Ende Juni) 650 Menschen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr (2020) rund 30.000 Mails zwischen Ratsuchenden und Peerberater_innen ausgetauscht.

Reden und Aufklären

Das Besondere an der Online-Suizidberatung ist, dass die Peer-Berater_innen selbst junge Erwachsene bis 25 Jahre sind und ehrenamtlich arbeiten. Sie begleiten die hilfesuchenden Gleichaltrigen durch ihre Krise. Neben der Onlineberatung und der Präventionsarbeit hat sich das Angebot der [U25]–Suizidprävention zur Aufgabe gemacht, in der Öffentlichkeit präsent zu sein, um in der Gesellschaft über das Thema Suizid aufzuklären.

Raus aus der Tabuzone

Jährlich sterben in Deutschland über 500 junge Menschen durch Suizid. In der Altersgruppe von 10 bis 25 Jahren ist das die zweithäufigste Todesursache, direkt nach Verkehrsunfällen. Gleichzeitig ist Suizid nach wie vor ein hoch tabuisiertes Thema in unserer Gesellschaft. „In den Beratungen habe ich oft das Gefühl, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen einfach mal jemanden brauchen, der ihnen zuhört und sich Zeit für sie nimmt. Gerade während der Pandemie – mit Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen - ist es umso wichtiger gewesen, im Austausch zu bleiben und ihnen das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein. Wir bekommen als Peers so viel Dankbarkeit zurück. Da macht es umso mehr Spaß, sich an einem so coolen Projekt zu beteiligen“, so die ehrenamtliche Peer-Beraterin Simone, die sich bei [U25]-Berlin engagiert.

Caritas-Aktionen rund um den Weltsuizidpräventionstag am 10.09.2021

  • youngcaritas Berlin hat gemeinsam mit [U25] bis zum 17. Oktober die Spendenaktion #läuftbeidir“ gestartet. Durch den Charity-Lauf möchten youngcaritas Berlin und [U25]-Berlin zur Enttabuisierung des Themas Suizid beitragen. Der Erlös der Spendenaktion kommt der Online-Suizidprävention [U25] zugute. Infos unter: www.youngcaritas.de/läuftbeidir
  • Standort [U25]-Berlin nimmt als Teil des Netzwerkes Suizidprävention Berlin gemeinsam mit vielen anderen Akteuren aus den Bereichen seelischer Gesundheit und Suizidprävention beim Markt und beim Lauf für seelische Gesundheit teil.
  • Unter dem Veranstaltungstitel „Musik trifft mentale Gesundheit“ tut sich der [U25]-Standort Dresden mit der Band „Dying Empire“ zusammen und klärt musikalisch zum Thema Suizidprävention auf.
  • Die ehrenamtlichen Peers in Dortmund, Gelsenkirchen, Paderborn und Nürnberg machen sich bei Stadtspaziergängen zu Fuß auf den Weg, um mit möglichst vielen Menschen in ihrer Region zum Thema Suizidprävention ins Gespräch zu kommen.
  • Die ehrenamtlichen Peers in Freiburg veranstalten in der Freiburger Innenstadt eine Kreidemalaktion und sind mit einem Infostand vor Ort.
  • Die Peers am Standort Hamburg beteiligen sich an der Laufaktion und richten gemeinsam mit der Telefonseelsorge Hamburg die Aktion „Stelle eine Kerze ins Fenster“ aus - zum Gedenken der Menschen, die in Hamburg durch Suizid ihr Leben verloren haben.
  • Die Peer-Berater_innen im Emsland bieten im Rahmen der „nAcht Lingen – Veranstaltungsreihe“ einen Workshop zu den Themen Krisen, Krisen bewältigen und Selbstfürsorge/Ressourcen an.
  • Die [U25]-Standorte in Biberach und Bad Saulgau veranstalten parallel einen gemeinsamen Lauf mit Kreide-/ und Foto-Aktion sowie eine Lesung von Julia Schilling mit dem Titel „Heute will ich nur ein bisschen sterben“ in Kooperation mit der örtlichen Selbsthilfe-Gruppe AGUS.

[U25] in den sozialen Medien:
www.u25-deutschland.de
instagram.com/u25deutschland/
facebook.com/U25Deutschland/
[U25] Deutschland Online-Suizidprävention - YouTube

Herausgegeben von
Deutscher Caritasverband e.V.
Pressestelle
Redaktion:
Anja Stoiser (Verantwortlich)
Stellvertretende Pressesprecherin

Telefon: 030 284447-42
Telefax: 030 284447-55
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www.facebook.com/caritas.deutschland

Caritas und Diakonie fordern für Schutzsuchende und Migrant_innen gute Rahmenbedingungen für soziale und berufliche Teilhabe

Brüssel/Berlin, 8. September 2021. Keine Arbeit, ein korrupter Staat, Menschenrechtsverletzungen und Verfolgung – es gibt vielfältige Gründe, warum Menschen ihr Land verlassen. Oder wie jetzt angesichts der sich verschlechternden Sicherheitslage in Afghanistan. Dies löst kontroverse Debatten um Flucht, Migration und Integration aus.

„Die EU und Deutschland benötigen dauerhaft Einwanderung. Von 400.000 Zuwandernden pro Jahr geht der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit aus. Wenn wir diesen Bedarf decken wollen, müssen wir aufhören, Einwanderung einseitig zu problematisieren. Wir müssen aktiv dafür sorgen, dass sie gelingen kann. Chancen und Erfolge fallen nicht vom Himmel“, sagt Caritas-Präsident Peter Neher. In Deutschland sind die Wohlfahrtsverbände wichtige Mittler, um Informations- und Kommunikationslücken zu schließen und Integrationsprogramme in die Tat umzusetzen. „Die Freie Wohlfahrtspflege hat über viele Jahre hinweg Erfahrung und Expertise aufgebaut, um Eingewanderte erfolgreich zu begleiten. Sprachkurse, Migrationsberatung und entsprechende Förderprogramme ebnen hier den Weg. Wir müssen Einwanderung aber auch als Chance sehen für ein vielfältiges und modernes Europa, mit allen Menschen, die bereit sind, daran mitzuwirken“, unterstreicht der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie.

Wirksamere Fördermaßnahmen für Teilhabe

Integration muss als Zusammenleben in Vielfalt und Einheit verstanden werden. Dafür braucht es Maßnahmen der Politik, die der Gesellschaft die positiven Effekte von Zuwanderung vermitteln helfen. Gleichzeitig müssen Einwandernde und Schutzsuchende durch wirksame Fördermaßnahmen in ihrer Teilhabe unterstützt werden, machen die Präsidenten von Caritas und Diakonie anlässlich ihres gemeinsamen Jahresempfangs deutlich, der dieses Jahr nicht in Brüssel stattfindet, sondern digital übertragen wird. Teilhabe und Teilwerden finden vor allem vor Ort statt. Hier ist die Zivilgesellschaft gefragt, deren Projekte vorrangig – auch vor staatlichen Akteuren - gefördert und mit Aufgaben betraut werden sollte, wenn sie die Aufgaben besser lösen kann.
Im Flüchtlingsherbst 2015 haben sich die enormen zivilgesellschaftlichen Potenziale bei der Mobilisierung von Selbsthilfe und Solidarität deutlich gezeigt. Neben Integration muss vor allem die Verbesserung der Aufnahmebedingungen für Asylsuchende Vorrang vor Rückkehrmaßnahmen haben.

Soziale und berufliche Integration

Die Veranstaltung der beiden christlichen Wohlfahrtsverbände steht unter dem Leitgedanken „Soziale und berufliche Teilhabe von Migrant_innen und Schutzsuchenden – Der Beitrag von Caritas und Diakonie“. Die Präsidenten diskutieren mit Johannes Luchner, stellvertretender Generaldirektor für „Migration und Inneres“ der EU-Kommission und den Europaabgeordneten Lena Düpont (CDU) und Erik Marquardt (Grüne) darüber, wie die Voraussetzungen für die Teilhabe von Eingewanderten verbessert werden können.

Aktionsplan soll Hindernisse beseitigen

Von den knapp 450 Millionen Menschen, die heute in der EU leben, sind knapp 34 Millionen außerhalb der EU geboren. Zudem leben viele EU-Bürgerinnen und -Bürger nicht in ihrem Heimatland, sondern in einem anderen EU-Mitgliedsstaat. Der Ende 2020 von der EU-Kommission verabschiedete „Aktionsplan für Integration und Inklusion 2021– 2027“ erkennt den wichtigen Beitrag von Migrant_innen zur Europäischen Union an und soll die Hindernisse beseitigen, welche die Teilhabe am Arbeitsmarkt und der europäischen Gesellschaft erschweren. Die Förderung des sozialen Zusammenhalts ist eines der Kernanliegen des Aktionsplans, erklärt Johannes Luchner.


Zwei Beispiel-Projekte von Caritas und Diakonie

Wie mit zielgerichtetem Engagement, unterstützt durch Fördermittel der EU, ganz konkret Teilhabe erreicht werden kann, stellen beim Jahresempfang exemplarisch zwei Projekte von Caritas und Diakonie vor: Das Projekt „Deine.ART“ aus dem Diözesancaritasverband Köln setzt auf kreative Förderinstrumenten. U.a. durch Literaturangebote, Sing- und Rhythmusübungen oder Fotoprojekte werden Migrant_innen in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Selbstwahrnehmung gestärkt. Das Netzwerk „Partizipation Bergisches Städtedreieck“, an dem u.a. die Diakonie Wuppertal und die Caritas aus Solingen und Remscheid beteiligt sind, unterstützt Asylsuchende etwa bei der beruflichen Orientierung, der Vermittlung von Sprachkursen und veranstaltet Schulungen für Mitarbeitende von Jobcentern und Kommunen.

Weitere Informationen:
Diakonie Wuppertal: Europäischer Sozialfonds (
ESF) Programm  „Partizipation Bergisches Städtedreieck“ IvAF – Integration von Asylbewerberinnen, Asylbewerbern und Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt.
Caritas Köln: Asyl- und Migrationsfonds (AMIF)-Projekt „
Deine.Art“ „Kunst und Kultur für Integration“ zur Förderung eines Entfaltungs- und Empowerment Prozesses

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung:
Anja Stoiser, stellv. Pressesprecherin Deutscher Caritasverband, Tel. +49 30 28444 744, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!www.caritas.de
Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin Diakonie Deutschland, Tel. +49 30-65211-1780, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!www.diakonie.de

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Am 14.09.2021 beginnt das neue Schuljahr und viele ABC-Schützen in Bayern beginnen starten in einen neuen Lebensabschnitt. Eine etwas andere Schultüte - und noch dazu für Eltern - bietet Informationen rund um den maßvollen und gesunden Umgang von Kindern mit Medien.

Zur Unterstützung der Kampagne „Familie. Freunde. Follower.“ (https://www.drogenbeauftragte.de/familiefreundefollower/) stellt die Bundesdrogenbeauftragte, Daniela Ludwig, zum Schuljahresbeginn 2021/2022 Eltern der Erstklässler eine „Schultüte" mit praktischen Tipps zur gesunden Mediennutzung zur Verfügung. In einer Pressemitteilung (hier zu finden) macht Frau Ludwig deutlich: „Digitale Medien bieten großartige Möglichkeiten, aber natürlich können sie auch zur Herausforderung werden. Kinder müssen heute lernen, beim Chatten und Gamen die richtigen Grenzen zu setzen. Einfach ist das nicht, aber mit der Unterstützung der Familie kann es gut gelingen. Mit der Elternschultüte will ich die Familien dabei unterstützen, bei der Mediennutzung die richtigen Weichen zu stellen, ihre Kinder fit für die digitale Welt zu machen. Medien sollen schließlich Spaß und nicht krank machen.“

Eine limitierte Auflage der "Schultüte" steht bereit und kann unter Angabe der Bestellnummer BMG-D-11044 wie folgt kostenlos bestellt werden:

  • telefonisch unter 030 18 272 2721
  • per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Zusätzlich wird die digitale Elternschultüte auch auf der Webseite der Drogenbeauftragten angeboten.
    Dort finden sie auch weitere Informationen zum Thema Medienabhängigkeit www.drogenbeauftragte.de/familiefreundefollower/

Der Fortbildungskalender wird herausgegeben vom Fachdienst Gemeindecaritas und der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement des Landkreises Aschaffenburg. Mit dem Fortbildungskalender, mittlerweile bereits die vierzehnte Auflage, möchten die Fachstellen insbesondere die im sozialen Bereich tätigen Ehrenamtlichen unterstützen.

Die Veranstaltungsreihe umfasst Themen von Begleitung hochbetagter und sterbender Menschen, Schuldnerberatung, Datenschutz im Ehrenamt, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Gute Fotos für die Öffentlichkeitsarbeit und Umgang mit alten Menschen und Menschen mit Behinderung. Darüber hinaus wird eine Exkursion in die Geriatrische Rehabilitation in Alzenau-Wasserlos angeboten sowie eine Präsenz-Veranstaltung mit Informationen sowie praktischen Tipps zum Thema Zivilcourage.

Die Auftaktveranstaltung des neuen Fortbildungskalenders findet am 21. Oktober 2021 online über Webex zum Thema „Ich bin doch nur eine Last – Grundhaltung und Gesprächshilfen für die Begleitung“ statt.

Mit dem Fortbildungsprogramm möchten die Veranstalter zugleich Dank und Anerkennung für die ehrenamtlich organisierten Nachbarschaftshilfen sowie das soziale Ehrenamt allgemein ausdrücken.

Sie finden den Fortbildungskalender direkt hier als PDF:
pdfFortbildungskalender_2021-2022_gesamt.pdf292.33 KB

Weitere Informationen gibt es auch auf der Unterseite Gemeindecaritas.

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Die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung ist eng mit dem Deutschen Caritasverband verknüpft. In vielen Caritasstellen bzw. Ortverbänden in Deutschland - so auch bisher im Caritasverband Aschaffenburg Stadt und Landkreis e.V. - finden Ratsuchende eine Beratungsstelle für Mütter- / Mutter-Kind- bzw. Vater-Kind-Maßnahmen.

Aufgrund personeller Veränderungen bietet der Caritasverband Aschaffenburg derzeit leider keine Kurberatung mehr an.
Ratsuchende, die Unterstützung bei ihren Anträgen benötigen oder Fragen haben, können sich fortan an folgende Stellen wenden:

Diakonisches Werk Lohr (zuständig auch für den Bereich bayerischer Untermain)
Kur- und Erholungshilfe
Frau Michaela Gerlach
Tel.      09352 606-4248
Mail    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

und ab 15.09.2021

Caritasverband für die Diözese Würzburg e.V.
Bereich Kur und Erholung
Martina Zawierta und Heike Korbmann
Tel.      0931 386-66659 oder -66662
Mail    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Bundesministerium der Finanzen würdigt Engagement an den Nächsten

Berlin, 17. August 2021: Im Jahr ihres 65-jährigen Bestehens erfährt die TelefonSeelsorge eine besondere Wertschätzung. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) gibt die Telefonnummer 0800-111-0-111 als Sonderbriefmarke heraus. Erstverkaufstag für die 80-Cent-Briefmarke ist der 2. September.

„Wir freuen uns sehr, denn das ist ein Zeichen, dass unsere Arbeit für die Menschen von Politik und Gesellschaft wahrgenommen und anerkannt wird“, sagt Pfarrer Frank Ertel, gemeinsam mit dem Pastoraltheologen Michael Hillenkamp Vorsitzender des Leitungsgremiums der TelefonSeelsorge. „Die Briefmarke ist ästhetisch gelungen – und sie beinhaltet nicht nur unsere Rufnummer, sondern auch unser Online-Angebot. Gerade damit erreichen wir in der Pandemie die in vieler Hinsicht besonders betroffenen jungen Menschen.“ So sei etwa der Anteil männlicher 15- bis 19-Jähriger an den Mail- und Chatkontakten gegenüber der Zeit vor der Pandemie um 90 Prozent gestiegen.

Die Präsentation der Briefmarke fand in den Räumen der Diakonie Deutschland statt. Diakonie-Finanzvorstand Dr. Jörg Kruttschnitt begrüßte die Anwesenden, allen voran Staatssekretär Dr. Rolf Bösinger, BMF. Durch die Briefmarke werde TelefonSeelsorge sichtbar – und damit für weitere Menschen als Angebot erfahrbar.

Staatssekretär Dr. Bösinger überbrachte Grüße des Bundesfinanzministers Olaf Scholz. Auch er betonte die Bedeutung der TelefonSeelsorge in Corona-Zeiten. Für viele Menschen sei gerade jetzt die Unterstützung durch Außenstehende wichtig geworden. „Da es sich um eine 80-Cent-Marke handelt, also um das Standardbrief-Wertzeichen, ist sichergestellt, dass diese Marke mit ihrer Botschaft wirklich sehr breit wahrgenommen wird. Sie wird am 2. September in einer Auflage von knapp 3,4 Millionen Exemplaren in die Verkaufsstellen der Deutschen Post AG kommen.“

Für die rund 50 Sonderpostwertzeichen, die jährlich herausgegeben werden, gibt es jeweils mehrere Hundert Themenbewerbungen. Die Auswahl obliegt einem Programmbeirat, über die grafische Qualität der Umsetzung des Themas entscheidet ein Kunstbeirat. Etwa 100 Grafikerinnen und Grafiker stehen für die Umsetzung der Motive zur Verfügung, jeweils sechs bis acht von ihnen erstellen zu einem Thema Entwürfe, unter denen dann die Entscheidung fällt. Die Sonderbriefmarke „TelefonSeelsorge“ gestaltete die Nürnberger Grafikerin Elisabeth Hau.

In seiner Dankesrede würdigte Oberkirchenrat Joachim Ochel, Theologischer Referent beim Bevollmächtigten des Rates der EKD, nicht nur die gelungene Gestaltung und die Wertschätzung des Ministers, sondern auch die unkomplizierte und pragmatische Zusammenarbeit zwischen Ministerium und kirchlicher Institution.

 

Hintergrundinformation

Mit mehr als 7.700 geschulten Ehrenamtlichen in 104 Städten oder Regionen ist die Telefonseelsorge deutschlandweit tätig. In der Ökumenischen Telefonseelsorge Untermain sind 66 Ehrenamtliche tätig. Um möglichst vielen Menschen den Zugang zu ermöglichen, stehen Mitarbeitende ganzjährig rund um die Uhr am Telefon zur Verfügung. Die Telefonseelsorge berät Menschen jeder Nationalität, jedes Geschlechts, jeder Konfession und jedes Alters. Sie verpflichtet sich zu weltanschaulicher Neutralität. Alle Beratungsangebote, auch die Vorort-Beratung, sind anonym und kostenfrei.

Die Beratung findet am Telefon, per Mail oder Chat statt. An insgesamt 25 Standorten gibt es auch Beratung vor Ort. Da es hier auch zu einem längerfristigen Beratungssetting kommen kann, arbeiten in der Vor-Ort-Beratung überwiegend hauptamtliche Kräfte mit einschlägiger beruflicher Ausbildung. Durch den unkomplizierten Zugang zu den Offene-Tür-Stellen, die während ihrer Öffnungszeiten einfach zur Beratung betreten werden können, ist eine schnelle, niederschwellige Krisenintervention möglich.

Mit der kostenlosen App „KrisenKompass“ bietet die Telefonseelsorge auch Hilfe zur Selbsthilfe bei depressiven Gefühlen und Suizidgedanken für Betroffene und Angehörige.

2020 wurden 1.027.450 telefonische und 41.439 persönliche Beratungsgespräche geführt. Es wurden 44.600 Mails geschrieben und es wurde 33.578-mal gechattet. Die Telefonseelsorge Untermain führte 11 968 Seelsorgegespräche und fünf Ehrenamtliche berieten in 337 Chats.

Dank der Unterstützung der Deutschen Telekom sind die Telefonnummern 0800/1110111 und 0800/1110222 seit 1997 gebührenfrei.

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Sie ist das Parlament der Caritas im Bistum Würzburg und tagt mindestens zweimal im Jahr: die Vertreterversammlung. Die Verantwortlichen aus allen Gliederungen des Verbandes trafen sich am Freitag, 23. Juli, im Würzburger Burkardushaus, um zu diskutieren, zu beraten und zu entscheiden. „Kirche und ihre Caritas erleben gegenwärtig eine Phase des Umbruchs“, so Domkapitular Clemens Bieber, der satzungsgemäß zur Zusammenkunft eingeladen hatte, in seinem geistlichen Impuls. Passend zum Tagesevangelium vom Weinstock und den Rebzweigen (Johannes 15,1-8) wies der Vorsitzende der Caritas darauf hin, dass die Haltung entscheidend sei. „Getrennt von mir, so Jesus, könnt ihr nichts vollbringen“. Es gehe darum, in der Verbindung mit Jesus Christus den Dienst für die Menschen zu leisten. „Die Krise, die sich unter anderem in der großen Zahl an Kirchenaustritten spiegelt, bietet aber auch die Chance, Haltung zu zeigen.“ Die Kirche leiste gerade in ihrem sozialen Engagement einen unverzichtbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Die Menschen erkennen, dass es uns um sie und ihre Anliegen und nicht um Profite auf dem sogenannten sozialen Markt geht“, unterstrich Bieber. „Alles ist sinnlos, wenn der Rückhalt nicht bei Jesus Christus gefunden wird. Und es hängt entscheidend davon ab, dass wahrgenommen werden kann: Wir sind in seinem Auftrag unterwegs.“

Schlankere Strukturen auf Diözesanebene

Im Rahmen der Vertreterversammlung stellte sich Andreas König als neuer Abteilungsleiter „Personal und Finanzen“ vor. König stammt aus Randersacker und ist dort familiär und kirchlich fest verwurzelt. Der 50-Jährige bringt sein Wissen und Können als Bankfachmann und Firmenkundenberater nun in den Dienst der Caritas ein. „Ich weiß, dass ich in schwierigen Zeiten meine Arbeit beginne. Aber ich bin keiner, der die Herausforderung scheut“, so König.

Mit der Reduzierung der Vorstandsposten und der Konsolidierung der Abteilungen seien bereits große Schritte in der Geschäftsstelle gegangen worden, um Gelder einzusparen, so König. „Es gibt nur noch einen Vorstand. Aus sechs Abteilungen werden ab 1. August vier. Die Anzahl der Fachbereiche, die zukünftig als Referate organisiert sein werden, wird ebenfalls stark reduziert“, führte König aus. Jede freiwerdende Stelle komme grundsätzlich auf den Prüfstand.

„Wir haben die beiden Abteilungen ‚Lebenslagen‘ und ‚Lebensphasen‘ zusammengeführt zur großen Abteilung ‚Soziale Dienste‘“, erläuterte deren neue Leiterin Sonja Schwab. Schlankere Strukturen seien notwendig, auch wenn dies mehr Arbeit mit sich bringe.

„Ich will an dieser Stelle unseren Abteilungsleitungen ausdrücklich danken“, so Bieber. „Ihr seid die, die letztlich den Diözesanverband wuppen.“ Die Anwesenden quittierten dieses Lob mit spontanem Applaus.

Angespannte Finanzlage

Wie notwendig Einsparungen seien, machte Dr. Rudolf Fuchs, Vorsitzender der Finanzkommission im Caritasrat, deutlich. Zugesagte Mittel seien im Haushaltsjahr 2020 nur zur Hälfte an die Caritas überwiesen worden, sodass eine millionenschwere Lücke klaffe. „Wir mussten zweckgebundene Rücklagen für das laufende Geschäft aufbrauchen, um die eigenen Dienste als DiCV und die subsidiären Strukturen und deren Dienste sicherzustellen. Ebenso konnten notwendige Maßnahmen in der Fläche nicht angegangen werden.“ Als Finanzkommission nehme man die Aufsicht sehr ernst und schaue sehr genau hin, wie die Caritas mit den ihr anvertrauten Geldern umgehe. „Ich sehe ein hohes Maß an Verantwortung und Sorgfalt“, bescheinigte Fuchs der Caritas, zugleich stelle sich die Frage, wie es in Zukunft weitergehen könne. „Wenn der Kirche insgesamt die Einnahmen wegbrechen, dann muss der Diözesanverband ebenso sparen wie die zugehörigen Orts- und Kreisverbände und andere Gliederungen“, so Fuchs. „Die Frage bleibt: Was kann und soll die Caritas in Zukunft noch an kirchlichem Auftrag erfüllen, wenn ihr die Mittel dazu fehlen?“

„Für die Kirche braucht es dringend eine Priorisierung ihrer Aufgaben“, führte Domkapitular Bieber aus. Überall gleichermaßen einsparen zu wollen, sei kein Weg, der in eine gute Zukunft führe.

Politische Dimensionen

Einmal mehr wurde deutlich, dass die Arbeit der Caritas auf das Engste verknüpft ist mit Kommunen, Bezirk und Freistaat. Mit den Kirchensteuermitteln würden wichtige Aufgaben für das Gemeinwesen wahrgenommen, unterstrich Bieber. Die Caritas erbringt ihren Dienst für die Menschen an vielen Stellen im Auftrag des Staates. „Wir sind flächendeckend in der Flüchtlingsberatung tätig“, rief Andreas König in Erinnerung, „bekommen diesen wichtigen Dienst aber bei Weitem nicht auskömmlich finanziert.“ Wo diese Arbeit auch in Zukunft erbracht werden solle, müsse sich etwas an den Rahmenbedingungen ändern. „Wir brauchen einen Neuansatz beim Umgang mit Flucht und Asyl“, unterstrich die langjährige Präsidentin des Bayerischen Landtags und Ehrenvorsitzende der Caritas, Barbara Stamm. „Menschen, die nicht in ihr Herkunftsland zurückgeführt werden können, und davon gibt es viele, brauchen hier eine Perspektive und engmaschige Begleitung und Betreuung.“ Es könne nicht angehen, dass man die Frauen und Männer sich selbst überlasse, ohne Sprachkurs, ohne Integration, ohne Tagesstruktur. „Es ist nicht kurz vor zwölf, sondern schon kurz nach zwölf. Der Staat muss handeln!“

Die Caritas sei in der Lage dieses Feld zu bedienen, entgegnete Christopher Franz, Geschäftsführer im Caritasverband Aschaffenburg. „Es braucht aber eine bessere finanzielle Ausstattung. Wir bekommen nur 65 Prozent refinanziert. Das reicht nicht aus.“ Zumindest für das Jahr 2022 bestehe die Hoffnung, dass dieser Dienst zumindest durch Kirchensteuermittel ermöglicht werden kann, ergänzte Andreas König. Es brauche aber verbindliche Zusagen seitens des Staates und eine langfristige Perspektive.

Entlastung und Nachwahl

Einstimmig wurde der Caritasrat als Aufsichtsgremium durch die Vertreterversammlung entlastet. Für Dieter Fuchs, langjähriger Geschäftsführer im Caritasverband Aschaffenburg, wurde dessen Nachfolger, Christopher Franz einstimmig in den Caritasrat nachgewählt. Franz, studierter Sozialpädagoge, konnte im Stadtverband Frankfurt viele Caritaserfahrungen sammeln. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, auch in diesem Gremium“, unterstrich Franz, der mit Frau und zwei Kindern in Heimbuchenthal lebt.

Bessere Rahmenbedingungen in der Pflege

Über das Ringen um bessere Rahmenbedingungen in der Pflege und die zurückliegenden Auseinandersetzungen zwischen Caritas und der Gewerkschaft ver.di, berichtete Stefan Weber, Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Würzburg. Die Kommunikation im Umfeld der Ablehnung des Flächentarifvertrages sei ein Desaster gewesen, so Weber. „Das muss dringend aufgearbeitet werden.“ Argumente für und wider habe es reichlich gegeben, am Ende sei die Ablehnung eines Vertrages als Mindeststandard in der Pflegebranche aber richtig gewesen. „Wo es ein durchschnittliches Angebot gibt, besteht die Gefahr, dass es bald für alle zum Standard wird“, so Weber. „Die Caritas zahlt gut und hat gute Rahmenbedingungen. Die sollten der Maßstab sein!“

„Bei der Pflege geht es nicht nur um Geld, sondern um die Rahmenbedingungen insgesamt. Wie werden die Schichtdienste gestaltet? Wie ist es mit der Erholung? Wieso kommen unsere Pflegekräfte nur umständlich an Rehamaßnahmen?“ Stamm erinnerte an das neue Projekt „plento“. „Das ist ein sehr gutes Angebot der Caritas an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege, auch für pflegende Angehörige, um wieder auftanken zu können. Ich hoffe sehr, dass dieses Angebot im schönen Kurhotel Bad Bocklet auch angenommen wird.“

Projekt „VIERWÄNDE“

Wie vielfältig die Caritas ist, wurde auch im Vortrag von Dominik Hübner deutlich. Er stellte das Projekt „VIERWÄNDE“ vor, das am Heimathof Simonshof, einer traditionsreichen Einrichtung der Caritas für wohnsitzlose Männer, in Bastheim angesiedelt ist. „Unser Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass in der Planungsregion 3 – Main-Rhön – nur sehr vereinzelt Angebote für Menschen mit Wohnproblematik vorhanden sind“, so Hübner. Im Projekt würden die Angebote erfasst, im Idealfall besser miteinander vernetzt und bedarfsgerecht erweitert. „Wohnungslosigkeit ist ein Problem. Wir sehen, dass es kaum präventive Maßnahmen gibt, um Menschen vor dieser Situation zu bewahren.“ Denkbar sei eine mobile Fachstelle, die insbesondere den ländlichen Raum in Rhön-Grabfeld und den Haßbergen bedienen könnte. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt werde vom Freistaat gefördert und durch die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt wissenschaftlich begleitet.

Mit dem Hinweis auf den Vinzenztag am 26. September im Kurhaus Bad Bocklet und guten Wünschen für die Sommerpause, beendete Domkapitular Clemens Bieber die dreistündige Sitzung. „Danke für Ihr großes Engagement, das sich heute wiederum in der beachtlichen Teilnehmerzahl spiegelt und Ihr Ausharren bei und mit der Caritas.“

Dr. Sebastian Schoknecht
Caritas Diözesanverband Würzburg
Quelle: www.caritas-wuerzburg.de

0a497003233c54378c9aca117b30a532_w720_h480_cp Caritasverband Aschaffenburg Stadt und Landkreis e.V.  - Nachrichten

Die Kleiderkammer des Caritasverbands Aschaffenburg bietet Ratsuchenden und Menschen mit beschränkteren finanziellen Mitteln Kleidung und kleineren Hausrat zu einer Schutzgebühr und bei Not auch komplett kostenfrei - schnell und unbürokratisch. Daneben versorgen wir auch auf Anfrage immer mal wieder das Klinikum Aschaffenburg-Alzenau, wenn Menschen ohne Wechselkleidung (z.B. Obdachlose oder Menschen ohne Angehörige in der Region) als Patient*innen eingeliefert werden. Die ausgegebene Kleidung sind meist gespendete Waren von Privatpersonen oder auch Firmen, die ihre Lager wegen  des Saisonwechsels leeren müssen.

Doch gerade Unterwäsche - also alles für "unten drunter" - für Männer, Frauen und Kinder wird dringend benötigt und zwar als Neuware.
Zwar sind alle Kleiderspenden neuwertig und frisch, jedoch sollte man respektieren, dass jeder Mensch gerade für diesen privaten und intimen Bereich froh um seine eigene Wäsche ist!

Daher die dringende Bitte:

Sie haben noch ungetragene, verpackte Wäsche (BH, Slips, Shorts, etc.) im Schrank? Bringen Sie sie gerne vorbei!
Sie wollen etwas Gutes tun und können beim nächsten Stadtbummel einfach einen 3-er-Pack Boxershorts oder einen BH mehr kaufen? Wir freuen uns über Ihre Spende an die Kleiderkammer!
Wir bedanken uns bereits jetzt für Ihre Unterstützung!

 

Die Kleiderkammer macht Urlaub

Außerdem wollen wir darauf hinweisen, dass die Kleiderkammer vom 02. bis 29. August 2021 wegen Urlaub geschlossen ist.
Ab dem 30. August 2021 sind wir wieder zu den (je nach Pandemielage möglichen) folgenden Zeiten da:

Öffnungszeiten (Ausgabe) - Coronabedingt:

Montag: 09.00 - 16.00 Uhr an der Katakombe im "Kleiderkammer-Fenster" (Rückseite des Gebäudes, zwischen Agatha-Kirche und Martinushaus)
Das Gabenregal an der Katakombe steht rund um die Uhr zur Verfügung.

Annahmezeiten

Montag: 09.00 - 12.00 Uhr
Mittwoch: 14.00 - 16.30 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung

Weitere Informationen zur Kleiderkammer gibt es hier.

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