Caritas Aschaffenburg

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Am 26. September 2021 ist Bundestagswahl. Unter dem Motto „Neue Normalität gestalten: #DasMachenWirGemeinsam“ will die Caritas vor der Wahl auf ihre sozialpolitischen Forderungen aufmerksam machen.

Berlin, 5. Juli 2021. Leistungsfähige soziale Sicherungssysteme, bezahlbare gute Pflege, sozial gerechter Klimaschutz: Das fordert die Caritas vom künftigen Bundestag und von der künftigen Bundesregierung. Deutschlands größter Wohlfahrtsverband wird sich in den kommenden Wochen unter dem Motto „Neue Normalität gestalten: #DasMachenWirGemeinsam“ in den Bundestagswahlkampf einmischen und sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass diese Ziele nach der Wahl ganz oben auf der politischen Agenda stehen.

„Die Karten werden in Deutschland politisch zu einem Zeitpunkt neu gemischt, zu dem es darum geht, Lehren aus der Pandemie zu ziehen und die Corona-Folgen in den Griff zu bekommen. Das ist eine Chance“, so Caritas-Präsident Peter Neher. „Die Pandemie hat die Sozialstaatsbedürftigkeit unserer Gesellschaft sichtbar gemacht und zeigt, was wir heute für den Zusammenhalt für morgen brauchen.“

„Niemand darf sozial abstürzen“

Corona hat uns vor Augen geführt, wie verschieden die Lebensbedingungen in Deutschland sind und wie unterschiedlich die Verwundbarkeit der Bürgerinnen und Bürger in der Krise ist – man denke an den Mangel an bezahlbarem Wohnungsraum, an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche, Menschen in Flüchtlingsunterkünften oder diejenigen, die aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Status von staatlichen Leistungen ausgeschlossen sind. „Nicht für alle in Deutschland ist das Netz der sozialen Dienstleistungen gleich gut ausgebaut. Es muss fester geknüpft werden, damit Menschen in schwierigen Lebensverhältnissen zielgenau die Unterstützung erfahren, die sie brauchen. Wenn sie in prekären Situationen sind, dürfen sie nicht abstürzen“, so Neher.

Die Kommunen benötigen eine auskömmliche finanzielle Ausstattung, um ihren sozialen Aufgaben angemessen nachzugehen. Im Bereich Bildung ist der Handlungsbedarf groß: Grundschulkinder brauchen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Ganztagsangebote in den Schulen, vorschulische Bildung muss für alle unabhängig von der Herkunft gesichert, die Schulsozialarbeit ausgebaut werden. Das Existenzminimum für Kinder und Jugendliche muss angemessen und verlässlich gewährleistet sein.

„Gute Pflege ist Menschenrecht“   

Im Bereich Pflege, der wie kaum ein anderer in den Pandemie-Monaten im Fokus stand, ist trotz gerade verabschiedeter Reformschritte noch viel zu tun. Die Arbeitsbedingungen in der Pflege müssen attraktiver werden, ohne dass die Kosten für Pflegebedürftige aus dem Ruder laufen.

„Die häusliche Pflege ist bei der jüngsten Pflegereform leer ausgegangen und ist eine offene Baustelle für die nächste Legislatur“, so der Caritas-Präsident. Pflegende Angehörige brauchen dringend mehr Flexibilität bei Entlastungsmöglichkeiten wie z.B. Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege. Die Arbeitsbedingungen und Arbeitsstandards der oft aus Osteuropa stammenden Live-in-Betreuungskräfte, die Menschen zu Hause betreuen, müssen dringend reguliert und besser finanziert werden – umso mehr, nachdem das Bundesarbeitsgericht klargestellt hat, dass für diese Betreuungskräfte die gleichen Rechte gelten wie für alle anderen Arbeitnehmer_innen in Deutschland.

„Klimaschutz muss sozial und gerecht sein“     

„Diese Wahl wird eine Klimawahl“, so der Caritas-Präsident. „Klimapolitik muss absolute Priorität haben und sie muss sozial gerecht gestaltet sein. Klimaschutzmaßnahmen mit Verweis auf die Belastung einkommensschwächerer Haushalte zu unterlassen, wäre fahrlässig. Daher müssen Kompensationsregelungen von Anfang an mitgedacht werden. Dies ist viel zu oft nicht der Fall.“ Die Caritas fordert die Erhöhung des CO2-Preises, versehen mit einem Klimageld, also einer Rückzahlung der Einnahmen pro Kopf. Das kommt einkommensarmen Haushalten zugute, die weniger CO2 ausstoßen als reichere.

Auch ein internationaler Blick ist notwendig: Die zunehmende klimabedingte Migration und Flucht zeigen, dass soziale Gerechtigkeit nicht nur für Deutschland und Europa gelten muss. Unser Lebensstil darf nicht auf Kosten von Menschen in ärmeren Weltregionen erhalten werden.

Die Caritas, die beschlossen hat, ihre eigene Arbeit bis 2030 klimaneutral zu erbringen, setzt sich für den Abbau klimaschädlicher Subventionen und für einen klimafreundlichen Ausbau der öffentlichen (Mobilitäts-)Infrastruktur ein. 

 

Mehr Informationen
Die Forderungen der Caritas zur Wahl finden Sie hier, die Motive der Kampagne #DasMachenWirGemeinsam sehen Sie hier. Ein Bestandteil der Kampagne ist der Podcast „Deutschland Solidarisch“, den es hier zum Nachhören gibt.

  

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Wir trauern um unseren Kollegen Matthias Mebert.

Matthias Mebert, Wohnbereichsleiter im Senioren-Wohnstift St. Elisabeth, ist am Sonntag, 27. Juni 2021, auf dem Weg zum Frühdienst bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Er wurde nur 34 Jahre alt. Die traurige Nachricht hat uns alle erschüttert.

Matthias Mebert war ein besonderer Mensch. Mit seiner positiven Energie hat er die Menschen in seinem Wohnbereich und im gesamten Wohnstift geprägt. Er war zupackend und zuvorkommend, motiviert und motivierend. Er war Veränderungen gegenüber aufgeschlossen und brachte sie auf den Weg. Er lebte unser christliches Leitbild vor und hat so maßgeblich zum guten Ruf unseres Hauses beigetragen. Selbst engagierter Christ, gestaltete er als evangelischer Lektor Gottesdienste in seiner Kirchgemeinde. Er hinterlässt eine schmerzhafte Lücke im St. Elisabeth.

Matthias Mebert war junger Familienvater. Wir trauern mit seinen Angehörigen und sind mit ihnen im Gebet verbunden. Wir übersenden seiner Familie unser tiefes Mitgefühl und wünschen ihr viel Kraft für die nächste Zeit. Wir werden die positive Energie, seine Lebensfreude und seine Warmherzigkeit, die Matthias Mebert stets ausstrahlte, weiter in uns tragen.

Das Leitungsteam und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Senioren-Wohnstifts St. Elisabeth
sowie der Vorstand des Caritasverbandes Aschaffenburg

 

"Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann,
steht in den Herzen seiner Mitmenschen."

Albert Schweitzer

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Berlin/Düsseldorf, 23. Juni 2021. Diese Woche geht ein neues digitales Beratungsangebot der Caritas online, das sich spezifisch an Jungen und Männer wendet. Der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM), ein Fachverband der Caritas, berät Jungen und Männer in Krisensituationen schon länger in seinen Beratungsstellen mit der zentralen Anlaufstelle www.echte-männer-reden.de. Nun können sich Männer in Krisensituationen auch digital Unterstützung holen. Das neue Angebot ist in die Online-Beratungsplattform Beratung & Hilfe der Caritas integriert.

Ob Trennung, Beziehungskrisen, Arbeit oder Vaterschaft – die Beratung für Jungen und Männer durch qualifizierte Männerberaterinnen und -berater ermöglicht den Ratsuchenden, die Hintergründe ihrer Krise zu verstehen und Unterstützung zu erfahren. Die Beratung für Männer ist hier einfach zugänglich: www.caritas.de/männerberatung.

„Männer erfahren Krisen und Belastungen anders als Frauen. Diese Tatsache berücksichtigen die SKM-Beratungsangebote in der analogen Welt schon länger. Nun spiegelt sie sich auch in unserem Online-Angebot wider“, so Caritas-Präsident Peter Neher. „Die Pandemie macht die digitalen Beratungsangebote wichtiger denn je. Diese erlauben uns, den Menschen trotz Beschränkungen zur Seite zu stellen. Den Ausbau der Online-Beratung führen wir deshalb konsequent und mit aller Kraft fort.“

Beratung & Hilfe der Caritas derzeit stark nachgefragt

Das Angebot Beratung & Hilfe der Caritas berät seit 2006 digital in ganz verschiedenen Lebenssituationen– von der Schwangerschaft über Migration, Verschuldung oder Trauer. Menschen in Not können sich niederschwellig und kompetent auf www.caritas.de/onlineberatung Hilfe holen – und finden über diesen Zugang auch Wege in die analoge Beratung in einer Beratungsstelle vor Ort.

Seit dem Beginn der Pandemie im März 2020 haben sich 550 Beratungsstellen der Plattform angeschlossen mit aktuell 1.707 Beratungsstellen. Etwa 2.100 Beraterinnen und Berater wurden hierfür geschult, so dass jetzt 4.700 Berater_innen aktiv sind. Über 3.000 neue Nutzerinnen und Nutzer registrieren sich durchschnittlich jeden Monat. Im Jahr 2020 wurden ca. 200.000 Nachrichten über die Plattform versendet und empfangen.

Das Beratungsangebot des SKM und die Online-Beratungsplattform der Caritas werden vom Bundesfamilienministerium gefördert.

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Am Freitag, den 18. Juni führten Wolfgang Grose von der Diakonie, Burkard Vogt vom Martinusforum e.V. und  Christoph Schlämmer von der Caritas die 24 Teilnehmer*innen des gemeinsamen Rundgangs an Orte und zu Themen in Aschaffenburg, an denen man sonst eher achtlos vorübergeht. Stationen waren der Bahnhof, das Obdachlosenheim, das Sozialkaufhaus der Diakonie, das Franziskanerkloster, der Marktplatz, der Eine Welt - Laden und das Martinushaus mit der Flüchtlings- und Integrationsberatung der Caritas.

An jeder Station gab es Informationen darüber, wie schwierig das Leben für manche unserer Mitmenschen sein kann. Der Fokus lag dabei auf den Hoffnungszeichen und der Frage, wie und wo diesen Menschen geholfen wird. Eine wichtige Erkenntnis: Nicht wegschauen ist der Anfang, wenn sich die Verhältnisse verbessern sollen.

Das Motto dieser ökumenischen Veranstaltung war angelehnt an das Motto des Ökumenischen Kirchentages 2021. Es ist kein reines Zitat, sondern eine Interpretation des “geht hin und seht nach” aus der Geschichte der Speisung der 5.000 mit fünf Broten und zwei Fischen (Mk 6,38).

Wegen der großen Nachfrage soll der Rundgang im September noch einmal angeboten werden. Informationen hierzu im Veranstaltungskalender des Martinusforums.

Hier der Link zum Artikel des Main-Echo.

 

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"Wir sitzen alle in einem Boot, der Blick in Richtung des sicheren Ufers und zugleich müssen wir immer mal wieder einen Schulterblick in Richtung unseres Ziels machen." - mit diesem Bild eröffneten die Vorstände Christopher Franz und Marco Maier die Führungskräfte-Klausur vom 16.-17. Juni 2021. Erstmalig waren alle Führungskräfte und Koordinatoren aus den Bereichen Beratungsdienste und Altenhilfe unter dem Dach des Caritasverbands Aschaffenburg - Stadt und Landkreis e.V. zu einer solchen Klausur zusammengekommen.

Inhaltlich ging es unter der Moderation von Heinrich Almritter, Vorstand des Caritasverbands Miltenberg, vor allem um die Bestandsaufnahme des Vorstands, der nun seit einem Jahr erfolgreich den Verband leitet, und die daraus resultierenden stategischen Weiterentwicklungen und mögliche strukturelle Veränderungen. Es gehe jetzt besonders darum, alle Entscheidungsträger*innen im Verband mit ins Boot zu holen, so beschrieb es der Vorstand, und so wurde im regen Austausch an weiteren Ideen und Entwicklungspotentialen gearbeitet.
Einen weiteren Schwerpunkt setzte man im Bereich "Werte, Kultur und Führung" und erarbeitete ein gemeinsames Führungsverständnis, welches im Nachgang von einer Arbeitsgruppe genauer ausgearbeitet, verschriftlicht und anschließend auch veröffentlicht werden soll.

Getreu dem Jahresschwerpunkt der Caritas #DasMachenWirGemeinsam war es aber auch ein großes Anliegen, die beiden Arbeitsbereiche Beratungsdienste und Altenhilfe zusammenzubringen, um künftig noch stärker an einer gemeinsamen Verbandsvision zu arbeiten.

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Diplom-Psychologe Andreas Purschke, Leiter der Erziehungsberatungsstelle der Caritas in Aschaffenburg, zur Situation von Kindern und Jugendlichen in der Coronakrise


Würzburg/Aschaffenburg 
(POW) Seit gut 50 Jahren gibt es die Arbeitsgemeinschaft der katholischen Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe und der Jugendsozialarbeit (AGkE) des Caritasverbands für die Diözese Würzburg. Zu ihr gehören unter anderem Einrichtungen der stationären Jugendhilfe, ambulante Dienste und zahlreiche Beratungsstellen in ganz Unterfranken. Diplom-Psychologe Andreas Purschke, Leiter der Erziehungsberatungsstelle der Caritas in Aschaffenburg, gibt im Interview Einblicke in seine Arbeit unter Coronabedingungen.

Caritas: Herr Purschke, wie hat Ihre Beratungsstelle im Aschaffenburger Martinushaus unter Coronabedingungen arbeiten können?

Andreas Purschke: Das war phasenweise recht unterschiedlich. Wir waren durchweg erreichbar über Telefon, E-Mail und Videochat. Aber den Kolleginnen und mir war sofort klar, dass es ohne echte Präsenz, ohne direkte Begegnung von Angesicht zu Angesicht bei vielen Klienten nicht gehen kann. Die neuen Möglichkeiten sind lediglich eine Ergänzung. Das mussten wir auch für die Schulen feststellen. Distanzunterricht mag technisch möglich sein, hat aber schwere Folgen für die Kinder und Jugendlichen.

Caritas: Was meinen Sie mit „schweren Folgen“? Der Onlineunterricht wurde doch vielfach gelobt?

Purschke: Der unkontrollierte Medienkonsum hat bei Schülerinnen und Schülern extrem zugenommen. Sie sitzen stundenlang vor Bildschirmen. Ich meine nicht den Unterricht übers Smartphone oder Notebook, sondern den zusätzlichen Fernsehkonsum und die Onlinespiele. Nicht wenige Eltern waren und sind damit überfordert. Den Kindern fehlen die echten Kontakte, der Umgang mit der Peergroup, das Gespräch mit den Gleichaltrigen. Betroffen sind alle Schichten unserer Gesellschaft. Corona hat auch an dieser Stelle vorhandene negative Tendenzen verschärft. Wer einsam war, ist nun noch einsamer. Wer unter bestimmten Zwängen zu leiden hatte, tut das nun umso mehr. Wenn man etwas Positives sagen möchte, dann das: Es gibt zum Glück engagierte Lehrer, die in der Pandemie gemerkt haben, dass der persönliche Kontakt zu den Kindern und ihren Familien wichtig ist. Schule muss mehr sein als Wissensvermittlung.

Caritas: Das Ende der Einschränkungen scheint in Sicht. Was empfehlen Sie auf dem Weg in die Normalität?

Purschke: Da fließen Milliarden, um Wissens- und Leistungsdefizite aufzufangen. Wir brauchen aber keinen wachsenden Leistungsdruck, sondern Investitionen ins Soziale. Wir sollten die Kinder, die Jugendlichen und ihre Familien ernsthaft fragen, wie es ihnen geht. Die Rückkehr ins Klassenzimmer muss emotional aufgefangen werden. Vielleicht ist eine Woche im Landschulheim wertvoller, damit die Kinder wieder miteinander warm werden und sich austauschen können. Stattdessen nehme ich den Druck der Lehrer wahr, schnell noch Noten machen zu müssen und Rückstände aufarbeiten zu wollen.

Caritas: Und jenseits der Schule?

Purschke: Vereine und Gruppenstunden sind so wichtig. Das bekommen wir in der Beratung immer wieder mit. Ich empfehle, nicht nur zu öffnen und abzuwarten, sondern ganz aktiv und engagiert auf die Kinder und Jugendlichen zuzugehen. In der Lethargie meinen viele, sie bräuchten jetzt gar keine Gruppen und Kreise mehr. Aber das ist ein Irrtum. Auch die Eltern sollten hinschauen, dass es weitergeht bei den Ministranten, den Pfadfindern und anderen kirchlichen Jugendgruppen. Das sind doch die Orte, an denen das gute Miteinander eingeübt und gelebt wird, wo es mal nicht um Leistung, Leistung, Leistung geht, sondern ums Menschsein. Für die Kirche und ihr Plädoyer für ein christliches Menschenbild ist das eine unglaubliche Chance.

Caritas: Und wenn es Probleme gibt, ist die Erziehungsberatung der Caritas da?

Purschke: Selbstverständlich. In Aschaffenburg ist es die Beratungsstelle der Caritas, anderenorts die des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) oder die Diakonie. Jede dritte Familie im Raum Aschaffenburg hatte oder hat Kontakt mit uns. Wir beraten und begleiten und sind froh, dass das gar nichts Ungewöhnliches mehr an sich hat. Die Empfehlung verbreitet sich über Mundpropaganda. Etwas Besseres kann einer Beratungsstelle gar nicht passieren. Und bei allen Problemen und Herausforderungen gehört für uns die positive und menschenfreundliche Grundstimmung immer dazu, eine Zuversicht, die sicherlich auch aus dem Glauben erwachsen kann.

Interview: Sebastian Schoknecht (Caritas)

Quelle: https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/kuemmert-euch-viel-mehr-um-die-kinder-und-jugendlichen/

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Der Caritasverband Aschaffenburg Stadt und Landkreis e.V. wird künftig in ein neues Geschäftsfeld einsteigen und ein Betriebsträgerschaftsmodell für die bestehenden katholischen Kitas in der Stadt Aschaffenburg entwickeln.

Wir suchen für unsere neu zu gründende Kita-gGmbH zum 01.11.2021 in unbefristeter Vollzeitanstellung (39 Wochenstunden) eine Abteilungsleitung Kitas (m/w/d)In dieser leitenden Funktion sind Sie mitverantwortlich für den Auf- und Ausbau einer neuen Kita-Trägerstruktur zur Führung und Verwaltung mehrerer katholischer Kitas in der Stadt Aschaffenburg ab dem Jahr 2022.

Die detaillierte Stellenausschreibung finden Sie hier

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BERLIN, 7. JUNI 2021. „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der Grundsicherung. Das Fördern muss, gerade vor dem Hintergrund der Pandemie und ihrer Folgen, viel deutlicher ins Zentrum rücken“, fordert Caritas-Präsident Peter Neher anlässlich einer Anhörung zur Grundsicherung im Bundestagsausschuss Arbeit und Soziales. Die ohnehin schwierige Lebenslage von Langzeitarbeitslosen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben sich durch die Coronakrise verschärft. Menschen, die lange keine feste Beschäftigung hatten, haben bei steigenden Arbeitslosenzahlen weiter verschlechterte Chancen auf einen Arbeitsplatz.

Geld für Umschulungen und Qualifizierungen

„Zur Förderung von Langzeitarbeitslosen muss deutlich mehr in Umschulungen und Qualifizierung investiert werden“, fordert Neher. Anstelle einer möglichst schnellen Vermittlung in teilweise instabile Arbeitsverhältnisse muss berufliche Qualifizierung Vorrang erhalten.
Arbeitsmarktpolitik müsse zukünftig stärker auf den Erwerb von Berufsabschlüssen, auf Qualifizierung sowie Aus- und Weiterbildung setzen. „Der Digitalisierungsschub durch die Coronakrise zeigt deutlich, wie schnell Wissen veraltet. Eine gute Grundausbildung und kontinuierliche Fort- und Weiterbildung sind wichtiger denn je, um beruflich am Ball zu bleiben.“

Recht auf Mitgestaltung

Eingliederungsvereinbarungen, die eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt fördern, müssen im Gespräch mit den Betroffenen und mit ausreichend Zeit erarbeitet werden. „Leistungsberechtigte müssen ein Recht auf Information und auf Erörterung der eigenen Zielvorstellungen erhalten und die Vereinbarungen, die sie eingehen, aktiv mitgestalten können“, sagt Neher.

Integrationserfolge nicht durch Droh-Sanktionen gefährden

Das Bundesverfassungsgericht hat im Jahr 2019 ein wichtiges Urteil zu Hartz IV-Sanktionen gefällt und dabei deutlich ihre Grenzen beim Existenzminimum markiert. Der Deutsche Caritasverband fordert eine unverzügliche Umsetzung der Vorgaben des Gerichts. Integrationserfolge dürfen nicht länger durch ein starres Sanktionsregime behindert werden. Dies gilt nicht zuletzt auch für Jugendliche. „Die verschärften Sanktionen für Jugendliche haben sich in der Praxis der Integrationsmaßnahmen der Caritas immer wieder als Hemmnis erwiesen und gehören abgeschafft – auch in Bezug auf die Kosten der Unterkunft“, unterstreicht Caritas-Präsident Neher.

Die Stellungnahme des Deutschen Caritasverbandes finden Sie hier.

MEHR INFORMATIONEN
Der Bundestagsauschuss Arbeit und Soziales berät heute über fünf Anträge der Oppositionsparteien, unter anderem über die Einführung einer Bagatellgrenze für Rückforderungen im SGB II und über Grundsicherungskürzungen bei Rentnerinnen und Rentnern.

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Am Mittwoch 16.06.2021 wird die Telefonanlage im Martinushaus getauscht und es kommt zu eingeschränkter Erreichbarkeit an diesem Tag.
Wir bitten dies zu beachten und die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

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Wie steht es um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft?
Das ist der Ausgangspunkt der Caritas-Kampagne 2021 #DasMachenWirGemeinsam. Zusammen wollen wir diskutieren: Wo stehen wir nach dem Corona-Jahr 2020? Was haben wir gelernt? Was muss sich ändern und was kann jede und jeder Einzelne tun? Ein Baustein der Kampagne ist ein Podcast und die neueste Folge widmet sich den Kindern und Jugendlichen! 

Wie solidarisch sind wir mit den Jüngsten der Gesellschaft, die in diesen Pandemiezeiten auf so vieles verzichten mussten, was für Generationen davor normal war? In den vergangenen Wochen kam diese Frage immer wieder zur Sprache. Ging es in den Hochzeiten der Pandemie in erster Linie um die Sorge und den Schutz der älteren Menschen, so erkennen heute viele Menschen, dass die Rechte und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in den letzten Monaten wenig Beachtung fanden.

Neue Podcast-Folge von Deutschland Solidarisch

Bildungsgerechtigkeit in Deutschland? Davon sind wir noch weit entfernt. Das war auch schon vor Corona so. Und jetzt? Wie stellt man Bildungsgerechtigkeit her? Inwiefern hilft ehrenamtliches Engagement dabei? Die Journalistin Susanne Arlt geht diesen Fragen auf den Grund und spricht mit Rabea Förster vom Freiwilligenzentrum Calaidoskop der Caritas in Stuttgart, die das Projekt „check-e.jetzt“ auf den Weg gebracht hat. Das Projekt vermittelt Lernbegleitung für Stuttgarter Schüler_innen. Außerdem spricht Susanne Arlt mit Lisa Paetz von Stiftung Bildung. Sie hält zivilgesellschaftliches Engagement für wichtig. Den Bildungsauftrag des Staates darf es jedoch nicht ersetzen. Hören Sie rein!

Website: http://dasmachenwirgemeinsam.de/podcast-folge-3/

Streamingdienste:

Spotify: https://spoti.fi/3u6EuwO
Apple: https://apple.co/3at8JGv
Deezer: https://bit.ly/3qvSQoc

Über den Podcast
Mit dem Podcast Deutschland Solidarisch sucht die Caritas Antworten auf die große Frage dieser Zeit: Wie steht es um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft? Dieser Frage gehen wir zusammen mit Journalistin Susanne Arlt in einer Gesprächsreise auf den Grund. Wir besuchen Menschen und Orte – und setzen uns mit ihren Problemen auseinander.

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Am 07. Juni startet der Aktionszeitraum für das Aschaffenburger Stadtradeln 2021. Stadtradeln ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dabei ist es egal, ob du bereits jeden Tag fährst oder bisher eher selten mit dem Rad unterwegs bist. Jeder Kilometer zählt – erst recht wenn du ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hättest.

Was ist Stadradeln? Hier gibt’s die Antwort: https://www.stadtradeln.de/darum-geht-es

In der Zeit vom 07. bis 27. Juni 2021 gilt es, so viel Fahrrad zu fahren wie nur möglich (egal ob private Sonntagstouren oder mit dem Rad zur Arbeit!) und diese Kilometer im Online-Portal zu dokumentieren. Da der Verfügbarkeit von Fahrrädern und Teilen nach zu Urteilen „nach dem Coronajahr“ jeder mit mindestens einem Fahrrad ausgestattet sein sollte, können ja besonders viele Menschen am Stadtradeln 2021 teilnehmen.
Wie in den vergangenen Jahren stellt das Martinushaus mit all seinen Dienststellen ein Team. Wir heißen heuer „Martinushaus – Caritas“ und jeder darf und kann sich auch unserem Team anschließen.

Die Anmeldung ist ganz simpel und schnell erledigt. Folgt dazu einfach dem beigefügten Link: https://www.stadtradeln.de/home
Teilnehmende der vergangenen Jahre können ihren bestehenden Zugang reaktivieren, neue Teilnehmende müssen sich registrieren (nach Kommune Aschaffenburg suchen und dort das Team „Martinushaus – Caritas“ wählen)

Diese Info darf auch gerne an weitere Interessierte weitergegeben werden: Freunde, Klienten, Familienmitglieder, Fördere der Caritas und und und!
Auf geht's - jeder Kilometer zählt!

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Fortbildung im Rahmen des Fortbildungskalenders für das soziale Ehrenamt:

Donnerstag, 17.06.2021 von 18.30 bis 20.00 Uhr als Online-Veranstaltung

„Menschen mit Behinderung begleiten“

Referentinnen: Tatjana Pfister, Behindertenbeauftragte des Landratsamts Aschaffenburg, Dorothea Bergmann, Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung des Caritasverbands Aschaffenburg

In diesem Vortrag geht es um folgende Fragen:

  • Wie können Menschen mit Behinderung ihr Leben selbstbestimmt gestalten?
  • Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es und wie bekomme ich diese?
  • Was ist zu tun, wenn ich akut erkrankt bin und dauerhaft auf Pflege angewiesen sein werde?
  • Welche Entlastung gibt es für pflegende Angehörige?

Diesen und weitere Fragen werden wir uns an diesem Abend widmen. Die Referentinnen stellen dabei auch sich ihre Arbeit vor und kommen gerne mit Ihnen ins Gespräch.

Diese Fortbildung findet als Online-Veranstaltung statt. Daher ist eine Anmeldung unbedingt unter folgenden Adressen erforderlich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

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